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Die Arbeitsgruppe für finanzielle und wirtschaftliche Stabilität widmet sich auf ihrer dreizehnten Jahrestagung in Washington, D.C., der Prüfung nichttraditioneller Finanzinfrastrukturen.

July 24, 2026

Von Christine Ramos, Rechnungshof der Vereinigten Staaten (Government Accountability Office)

Die INTOSAI-Arbeitsgruppe für finanzielle und wirtschaftliche Stabilität (WGFES) hielt ihre dreizehnte Jahrestagung vom 6. bis 7. Mai 2026 im Government Accountability Office (GAO) der Vereinigten Staaten in Washington, D.C., ab. An der zweitägigen Tagung nahmen fast 60 Vertreter aus 23 obersten Rechnungskontrollbehörden (SAIs) teil. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Thema „Beyond the Bank: Prüfung nichttraditioneller Finanzinfrastrukturen“; das Programm umfasste Vorträge von Wissenschaftlern, Präsentationen der SAIs zu aktuellen Prüfungsarbeiten, Diskussionen unter den Mitgliedern sowie Gelegenheiten zum Networking.

Gruppenfoto der Arbeitsgruppe für finanzielle und wirtschaftliche Stabilität
Mitglieder der INTOSAI-Arbeitsgruppe für finanzielle und wirtschaftliche Stabilität nehmen an deren dreizehnter Jahrestagung im Government Accountability Office in Washington, D.C., teil. Quelle: U.S. Government Accountability Office

Die amtierende Generalrechnungsprüferin des Government Accountability Office, Orice Williams Brown, eröffnete den ersten Tag der Tagung, indem sie die Teilnehmer begrüßte und die wichtige Rolle würdigte, die die Obersten Rechnungsprüfungsbehörden (SAIs) dabei spielen, Regierungen bei der Bewältigung von Risiken durch Finanzprodukte und -dienstleistungen von Nichtbanken zu unterstützen. Anschließend hielt Michael Rand, stellvertretender Dekan an der George Washington University Law School, einen Vortrag über die Risiken für die Finanzstabilität, die von privatem Kapital ausgehen. Zu diesen Risiken zählen eine begrenzte Transparenz der Vertragsbedingungen, ein fehlender Zugang zu Liquidität der Zentralbank sowie ein erhöhtes Risiko für Verbraucher durch den Vertrieb über Privatkundenkanäle. Der Vormittag endete mit zwei Vorträgen von ORKBs zur Aufsicht über Pensionsfonds. In beiden Vorträgen wurden Möglichkeiten zur weiteren Stärkung der Aufsichtsrahmen erörtert, darunter eine genauere Definition des Fachwissensbedarfs für die Durchführung der Pensionsaufsicht sowie die Verbesserung der Transparenz von Rentenlücken durch den Einsatz von Tracking-Systemen und Dashboards. Im weiteren Verlauf des Tages referierte Tobias Adrian, Finanzberater und Direktor der Abteilung für Währungs- und Kapitalmärkte des Internationalen Währungsfonds, über weltwirtschaftliche und marktbezogene Trends im Zusammenhang mit Nichtbanken-Finanzinstituten. Darüber hinaus berichteten Vertreter zweier oberster Rechnungsprüfungsbehörden über ihre Erfahrungen bei der Prüfung von Nichtbanken-Finanzinstituten in ihren jeweiligen Ländern. Diese Institute bieten Verbrauchern verschiedene Finanzdienstleistungen und -produkte an, wie beispielsweise Versicherungen, Vermögensverwaltung und die Vergabe von Krediten. Ein zentrales Thema beider Vorträge waren die unzureichenden internen Kontrollen bei den Aufsichtsbehörden, insbesondere die Fähigkeit, die mit diesen von Nichtbanken ausgeübten Tätigkeiten verbundenen Risiken zu erkennen und zu bewältigen.

Der zweite Tag der Tagung begann mit einem Vortrag von James Angel, außerordentlicher Professor an der Georgetown University, über die Chancen und Risiken im Zusammenhang mit Stablecoins. Im weiteren Verlauf des zweiten Tages stellten sechs oberste Rechnungsprüfungsbehörden (SAIs) unter anderem ihre jüngsten Prüfungsarbeiten zu den Themen Infrastrukturfinanzierung, Modernisierungsbemühungen der Zentralbanken sowie neu auftretende Risiken im Zusammenhang mit institutionellen Kapazitäten vor. Zu den gemeinsamen Themen gehörte die Notwendigkeit, dass Aufsichtsbehörden kontinuierlich Fachkompetenz im Bereich der Aufsicht ausbauen müssen, um mit dem technologischen Wandel Schritt zu halten und die behördenübergreifende Koordination zu verbessern, da neue Finanzprodukte oft mehrere Zuständigkeitsbereiche betreffen. Darüber hinaus diskutierte eine Podiumsrunde aus Analysten und Fachleuten des GAO innovative Prüfungs- und Ermittlungsmethoden. Die GAO-Podiumsteilnehmer stellten Beispiele für verschiedene Methoden und Technologien zur Durchführung von Programmbewertungen vor, wie beispielsweise den Einsatz nationaler Sprachverarbeitung zum Abgleich von Daten und die Einleitung verdeckter Ermittlungen zur Überprüfung von Kontrollmechanismen. Abschließend erörterten die Mitglieder Aktualisierungen des Arbeitsplans der Arbeitsgruppe, darunter den Austausch von Prüfungsplänen unter den Mitgliedern und die Zusammenstellung von Erfahrungen aus anderen INTOSAI-Arbeitsgruppen.

Den Vorsitz des WGFES hat das U.S. Government Accountability Office inne, und die Teilnahme steht allen INTOSAI-Mitgliedern offen. Bitte wenden Sie sich an intosai-financial-stability@gao.gov Weitere Informationen finden Sie hier.